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Bewerbung Landesgartenschau 2020

Renaturierung und Modernisierung – Auf dem Weg zur blauen Emscher Fast ein Jahrhundert lang prägte die begradigte und als oberirdischer Abwasserkanal fungierende Emscher mit ihren oft schnurgeraden Nebenläufen das Gesicht der Region. Nach der Beendigung des Bergbaus und dem damit verbundenen ökonomischen Strukturwandel ist es erneut möglich, die Emscher umzubauen. Da keine gravierenden Bergsenkungen mehr zu erwarten sind, kann das Abwasser jetzt in unterirdischen Kanälen geführt werden. Schritt für Schritt werden die Emscher und ihre Nebenläufe wieder zu naturnahen, attraktiven Gewässern – ein neues Gesicht, das gut zu einer Region passt, die den Übergang von der Schwerindustrie zur Dienstleistungsmetropole mit innovativen Technologien erfolgreich bewältigt hat. 1992 fasste die Emschergenossenschaft den Entschluss, unterstützt von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und begleitet durch die IBA Emscher Park (als zentrale Leitstruktur der Region gab die Emscher der Bauausstellung ihren Namen), die hierfür nötigen Investitionen von ca. 4,5 Milliarden Euro zu tragen. Die drei zentralen Punkte des Rahmenkonzeptes zum Umbau des Emscher-Systems sind: • die Dezentralisierung der Abwasserreinigung, • der Aufbau eines unterirdischen Abwasserkanalnetzes • sowie die naturnahe Umgestaltung der Emscher und ihrer Nebenläufe. In einem ersten Schritt wurde die Abwasserreinigung modernisiert, indem vier dezentrale biolo- gische Klärwerke geschaffen beziehungsweise bestehende umgerüstet wurden. Am Oberlauf der Emscher von Holzwickede bis Dortmund ist auf 22 Kilometern Länge die naturnahe Umgestaltung bereits Realität. Bis 2020 sollen die Arbeiten entlang der Emscher abgeschlossen und die Ab- wasserrohre mit einem Durchmesser von 3,6 Metern in einer Tiefe von bis zu 40 Metern verlegt sein. Fluss in Sicht 43

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