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Bewerbung Landesgartenschau 2020

Gleichzeitig hatte die Industrialisierung weitreichende Folgen für die Emscher: Die durch den Bergbau verursachten Bergsenkungen ließen das Land um mehrere Meter absacken, Flüsse und Bäche gerieten aus ihrer natürlichen Bahn. Fast alle Abwässer der Industrie und Städte flossen ungeklärt in die Emscher, die sich dadurch in ein übel riechendes und gesundheitsgefährdendes Rinnsal voller Fäkalien, Schwermetalle und Chemikalien verwandelte. Nach Hochwässern blieb in Bergsenkungstümpeln verunreinigtes Was- ser in den Siedlungen zurück. Die darin enthaltenden Krankheitskeime vermehrten sich schnell und führten zu häufigen Epidemien in den Städten. Gründung der Emschergenossenschaft und Kanalisierung Aufgrund dieser Missstände wurde 1899 die Emschergenossenschaft als Zusammenschluss der Kommunen und Wirtschaftsunternehmen gegründet. Aufgabe war es, Maßnahmen zur Behebung der Missstände umzusetzen. In Folge wurde die Emscher ab 1906 zu einem regulierten oberirdi- schen Abwasserlauf umgebaut. Die Fluss- und Bachläufe des Emschersystems erhielten eine v- förmige Sohle aus Beton, um einen raschen, glatten und ablagerungsfreien Ablauf der Abwässer zu sichern. Der Flusslauf der Emscher verkürzte sich dabei von ursprünglich 109 auf 85 Kilometer. Das Schmutzwasser floss zwar weiterhin oberirdisch, nun aber kontrolliert zu 21 neuen Kläran- lagen. ... zum grauen Abwasserkanal 41

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