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Bewerbung Landesgartenschau 2020 - Das "Blau-Grüne Band"

Die Idee einer Landesgartenschau am rund 18 Kilometer langen Abschnitt der Emscher von Castrop-Rauxel bis Herten nimmt die Tradition der Bundes- und Landesgartenschauen in der Me- tropole Ruhr aus den 1990er Jahren (Dortmund 1991, Mülheim an der Ruhr 1992, Gelsenkirchen 1997, Oberhausen 1999) auf und führt sie auf einer neuen Ebene fort. Die Gartenschauen der 1990er Jahre waren darauf ausgerichtet, die jeweiligen Städte an bestehende Gewässer (Ruhr, Rhein-Herne-Kanal, Emscher) heranzuführen. Sie entwickelten sich zu bundesweit beachteten Schrittmachern für ein neues Verständnis von Urbanität durch Verbindung der Übergänge von Stadt, Landschaft und Wasser. Mit dem Konzept der Landesgartenschau Emscherland 2020 gehen Emschergenossenschaft und die beteiligten Städte Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten einen großen Schritt weiter. Durch die Fertigstellung des unterirdischen Emscherkanals als zentralen Abwassersamm- ler besteht eine einmalige Chance, die Neugestaltung des Flusslaufes unmittelbar mit der Um- gestaltung angrenzender Stadt- und Landschaftsräume zu verbinden. Über den interkommuna- len Ansatz werden dabei ganz unterschiedliche Teilräume – von dorfähnlichen Strukturen über verdichtete Stadteile, Stadtzentren und gewerblich-industrielle Bereiche bis hin zu landwirt- schaftlich genutzten Flächen und postindustriellen Haldenlandschaften – erfasst. So entstehen vielfältige neue Lebensräume für die Menschen in den vier beteiligten Städten. Sie sind durch einen Grünzug mit hoher Aufenthaltsqualität miteinander verbunden. Dieses „Blau-Grüne Band“ vermittelt beispielhaft die vielschichtige Qualität der Grünen Infrastruktur des Emschertals für Klimaanpassung, ökologische Entwicklung, Leben, Arbeiten, Erholung und Freizeit. Mehr als 100 Jahre lang war die Emscher als offener Abwasserkanal ein Nicht-Ort. Nun wird sie zur zentralen Achse eines Umgestaltungsprozesses, der die Entwicklung der angrenzenden Stadtbereiche und Landschaften nachhaltig beeinflusst. Einen spannenden Hintergrund bieten dabei die historischen und topografischen Schichten des Gesamtraumes von Castrop-Rauxel bis Herten. Entlang der Gewässer reihen sich Zeugen der feudalen Vergangenheit (zahlreiche Schlös- ser und Herrensitze, wie z. B. die Henrichenburg, Haus Goldschmieding, Schloss Bladenhorst, Schloss Herten, Schloss Westerholt, Schloss Strünkede), der industriellen Gegenwart (Kraftwerk Herne, Kohlenlager Recklinghausen, Industriegebiete in Recklinghausen, Herne und Herten), postindustrielle Landschaftsräume (Haldenlandschaft Herten / Recklinghausen), bäuerliche Kul- turlandschaften (Castrop-Rauxel und Recklinghausen) und städtische Räume (Herne und Reck- linghausen). Neue Denkweisen anstoßen Wiederentdeckung eines Flusssystems DAS „BLAU-GRÜNE BAND“ 21

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