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Bewerbung Landesgartenschau 2020

181 Stadtgarten Die Ursprünge des Stadtgartens liegen in den 1920er Jahren, als die Stadt Castrop ein großes Freigelände zwischen der Altstadt und dem Stadtteil Obercastrop – die Schlingermannschen Wie- sen – für die Errichtung einer Freibadanlage erwarb. Nach Eröffnung des Parkbades Süd wurde die Umgebung der Badeanstalt zu einer Park- und Erholungsanlage ausgebaut, die „grüne Lunge“ der Castroper Altstadt. Um das Kernstück des Stadtgartens – den 8.500 Quadratmeter großen, künstlich angelegten Gondelteich – entstand eine typische Parkanlage der 30er Jahre in der geometrischen Formensprache der Reformepoche in der Gartenkunst. Die Stadt- und Volksparks waren damals nach diesem Prinzip gegliedert, um eine Vielzahl von Nutzungsangeboten für alle Bevölkerungsgruppen nebeneinander anordnen zu können. Mittlerweile ist das Freibad einem re- nommierten Kulturbetrieb gewichen und steht zusammen mit der restaurierten Parkanlage unter Denkmalschutz. Die Gartenarchitektur ist noch nach Jahrzehnten nahezu vollständig erhalten. Naturrennbahn Castrop Hinter der Naturrennbahn Castrop verbirgt sich eine außergewöhnliche Geschichte. Im späten 19. Jahrhundert hatte es den irischen Entrepreneur William Thomas Mulvany ins Revier gelockt. Westlich des Castroper Stadtkerns betrieb er die Zeche Erin, östlich erwarb er das 1583 bis 1597 errichtete Haus Goldschmieding, das älteste erhaltene Wasserschloss im Emschertal, als seine Sommerresidenz. Angrenzend etablierte Mulvany eine Naturhindernisbahn für Pferderennen. Ende der 60er Jahre wurde der Betrieb eingestellt. Nach Einstellung der Rennen ist das Gelände zu ei- ner naturnahen Parkanlage mit naturkundlichem Lehrpfad und Freizeiteinrichtungen umgestaltet worden. Von der ehemaligen Rennbahn sind die Ligusterhecken der Rennbahnbegrenzung und einige Naturhindernisse erhalten. Eine behutsame Restaurierung einzelner, typischer Elemente der denkmalgeschützten ehemaligen Rennbahn erfolgte ab 2003.

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