Projektvereinbarung wurde unterzeichnet

Die Projektvereinbarung „Emscherland 2020“ wurde am 5. Juli 2017 von den sechs Partnern Emschergenossenschaft, Regionalverband Ruhr und den Städten Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten als Grundlage der kommunenübergreifenden Zusammenarbeit bei der Realisierung der einzelnen Projektbausteine der Handlungsstrategie „Emscherland 2020“ unterzeichnet.

Das integrierte Handlungskonzept „Emscherland 2020“ ist als ganzheitliche und weitsichtige Handlungsstrategie ausgelegt. Die Projekte verfolgen unterschiedliche Entwicklungsziele, die auf mehrere Förderressourcen und Prioritätsachsen  ausgerichtet sind. Das Handlungskonzept finden Sie in Kürze hier als Download.

Förderung von Emscherland-Projekten

Positive Nachricht aus Düsseldorf

Gute Nachrichten aus Düsseldorf haben die Emschergenossenschaft sowie die Städte Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten erhalten. Knapp fünf Monate, nachdem das gemeinsame „Integrierte Handlungskonzept Emscherland 2020“ eingereicht wurde, hat das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen nun die Förderung konkreter „Emscherland 2020“-Projekte mit 25,4 Mio. Euro angekündigt.

„Das ist ein starkes Signal aus Düsseldorf, auf das wir gewartet haben. Für uns ist dies der Startschuss: Gemeinsam mit unseren städtischen Partnern wollen wir die Projekte nun weiter qualifizieren und konkrete Förderanträge auf den Weg bringen. Das integrierte Handlungskonzept „Emscherland 2020“ enthält eine Vielfalt von Maßnahmen der Stadt- und Freiraumentwicklung, des Tourismus und der Naherholung“, sagt Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

 

 

 

„Wir freuen uns, dass der Interministerielle Arbeitskreis „Grüne Infrastruktur“ diejenigen Projekte, welche ökologische Entwicklung, und nachhaltige Umweltbildung betreffen, anerkannt und zur Förderung empfohlen hat. Damit haben wir die Möglichkeit, in der Schlussphase des Emscher-Umbaus die Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes an den Flussufern einzubinden.“

Die Emschergenossenschaft und die beteiligten Kommunen haben nun ein halbes Jahr Zeit, um für diese Projekte konkrete Förderanträge zu stellen.

Gemeinsam für die Emscher2020

Kooperationvereinbarung wurde auf den Weg gebracht

Im Rahmen der Genossenschaftsversammlung haben der NRW-Städtebauminister, unser Vorstandsvorsitzender, die Stadtspitzen der Emscherkommunen und die Landräte der drei Kreise eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.  Minister Michael Groschek hat mit einer flammenden Rede für den Emscherumbau die Teilnehmer der Genossenschaftsversammlung begeistert. Er hat uns mit seinem Enthusiasmus das Rüstzeug für die kommenden vier, sicherlich arbeitsintensiven und aufregenden Jahre, mit auf den Weg gegeben: Gemeinsam für Emscher 2020!

Die blaue Emscher und der Abschluss des Emscherumbaus sind bereits in Sicht. In der Schlussphase des Emscherumbaus geht es nun darum, alle seine Facetten in einem überschaubaren Zusammenhang zu vermitteln und als „Schaufenster des Wandels“ zu präsentieren. Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger auch in die Schlussphase des Emscherumbaus intensiv einzubeziehen und mit vielen dezentralen Veranstaltungen entlang der Emscher und mit Emscherreisen die Bevölkerung zum Mitmachen einzuladen - auch als Gastgeber und Gästeführer.

Den Mehrwert des Emscherumbaus für die Lebensqualität der ganzen Region Haben die Kommunen  erkannt und bereits viele städtebauliche Projekteentwickelt und realisiert. Bis 2020 werden es annähernd 300 sein. Der Emscherumbau und die regionale Entwicklung eigenen sich auch für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Themen der Stadt- und Standortentwicklung, mit den Arbeitsmärkten und Berufen der Zukunft, mit dem Klimaschutz und der Freiflächenentwicklung in der industriellen Kulturlandschaft Ruhr.

Es bedarf nun noch einer Arbeits- und Dialogplattform für die Kommunikation die Vermittlung und die weitere Entwicklung des Emschertals.

Deshalb hat das Landesministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr die Kooperation „Gemeinsam für Emscher 2020“ initiiert und die Emschergenossenschaft gebeten, die Aufgabe der Bündelung, Steuerung und Koordinierung zu übernehmen.

Grundlage bietet die seit zehn Jahren erfolgreiche Kooperation „Gemeinsam für das neue Emschertal“, in deren Rahmen mit Mitteln der Städtebauförderung in Programmgebieten der sozial benachteiligten Stadtteile an der Emscher zahlreiche kleinere und größere Projekte realisiert worden sind.

Darauf baut nun die Kooperation „Gemeinsam für Emscher 2020“ auf. In erster Linie geht es darum, die vielen städtebaulichen und freiräumlichen Projekte vorzustellen und sie als „Schaufenster des Wandels“ in der Region zu präsentieren,. Einige weitere Projekte kommen bis 2020 hinzu. Zum Beispiel bewerben sich die Kommunen Herne, Herten, Recklinghausen und Castrop-Rauxel mit einem Interkommunalen integrierten Handlungskonzept um Fördermittel, um Parkanlagen und Grünzüge für Natur- und Umweltbildung zu entwickeln und um ihren Abschnitt des Emschertals touristisch und städtebaulich aufzuwerten.

Landesgartenschau leider nicht an der Emscher

Finale des Jahrhundertprojekts wird dennoch ein regionales Highlight

Die Entscheidung ist gefallen: Am Dienstag hat NRW-Umweltminister Johannes Remmel in Düsseldorf mitgeteilt, dass die Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort stattfindet. Die Emschergenossenschaft und die vier Städte Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten – gemeinsam hatten sich die fünf Partner mit dem Konzept „Emscherland 2020“ ebenfalls um die Landesgartenschau beworben – gratulieren den Siegern. „Wir bedauern es, dass wir die Jury mit unserem mutigen und innovativen Konzept nicht überzeugen konnten. Aber wir wollen auch faire Verlierer sein und übermitteln Kamp-Lintfort hiermit unsere Glückwünsche“, heißt es aus dem Emscherland. Gleichwohl überwiegt die Enttäuschung – denn der Zeitpunkt hätte nicht idealer sein können: Mit einer vom Abwasser befreiten Emscher hätte die Emschergenossenschaft gemeinsam mit den Anrainerstädten 2020 den Abschluss des Jahrhundertprojektes Emscher-Umbau gefeiert – was wäre besser als fulminanter Schlusspunkt geeignet gewesen als eine Landesgartenschau an den grünen Ufern der blauen Emscher?!?

 

 

Trotz der Enttäuschung über die Entscheidung der Jury gegen eine Landesgartenschau im Emscherland richten die Emschergenossenschaft und ihre Partnerstädte Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten ihren Blick nach vorne: Das Wasser fließt immer noch die Emscher runter, die Entwicklung des Neuen Emschertals wird weiter vorangetrieben. In fünf Jahren wird die Köttelbecke Emscher der Vergangenheit angehören. Das System der offenen Schmutzwasserabführung wird Geschichte sein, das Revier wird über eine moderne abwasser-technische Infrastruktur verfügen. Die Emscher wird ein blauer Fluss mit grünen Ufern sein, aus dem einstigen Hinterhof der Region wird in den kommenden Jahren sein neuer Vorgarten.

Gemeinsam mit den Emscher-Anrainern wird die Emschergenossenschaft nun Planungen für das große Finale des Emscher-Umbaus vorantreiben – denn in einem Punkt dürften sich alle einig sein: Dieses Mammutprojekt hat einen würdigen Abschluss verdient!

"EMSCHERLAND 2020": SEIT SEPTEMBER LIEGT DIE BEWERBUNG IN DÜSSELDORF!

Gemeinsam mit Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten wollen wir die Landesgartenschau 2020 ins Revier holen!

Die Emschergenossenschaft hat die Bewerbung für die Landesgartenschau 2020 beim NRW-Umweltministerium in Düsseldorf eingereicht. Die Bewerbung unter dem Motto „Emscherland 2020 – Wasser, Wege, Wandel“ erfolgt gemeinsam mit den Städten Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten. Dreh- und Angelpunkt der Bewerbung ist die Renaturierung des Emscher-Systems, deren Fertigstellung im Jahr 2020 mit einem großen Ausrufezeichen – und eben der Landesgartenschau im Revier – gefeiert werden soll. Wir und die vier Städte sind sehr zuversichtlich, die „Laga“ mit dem starken Pfund Emscher-Umbau in den Pott zu holen.

Das Ziel ist es, an der 2020 abwasserfreien Emscher auf einer Länge von 18 Kilometern die vier Städte Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Herne und Herten durch das „Blau-Grüne Band“ miteinander zu verbinden. Dieser Grünzug führt durch die Vielfalt der landschaftlichen Qualitäten des Emschertals und verbindet auch die drei Kernräume der Landesgartenschau miteinander. Ausgehend von einem durchgehenden Wegesystem mit Promenaden, Balkonen und Brücken über die Emscher werden in den vier Städten neue Erholungsräume geschaffen, Stadtteile und Sehenswürdigkeiten verknüpft sowie bereits vorhandene Freizeitbereiche aufgewertet. Alle Maßnahmen sind auf Dauer angelegt!

Prof. Dr. Dr. Martina Oldengott (mi.) und Josef Schön (re., beide von der Emschergenossenschaft) übergaben die Bewerbung an Herrn Hannen vom Umweltministerium. (Foto: EG)

Die Bewerbung als ePaper

Bereits die im Juni vorgestellte Machbarkeitsstudie belegte auf eindrucksvolle Art, dass die Landesgartenschau 2020 ein ideales Format ist, um den Beitrag des Emscher-Umbaus zur Steigerung der Lebensqualität in unserer Region sichtbar zu machen.

Basierend auf dieser Studie entstand die finale Bewerbungsschrift, die 260 A3-Seiten (!) umfasst.

Fotogalerie Jury-Bereisung